Heute hatten wir einen herrlichen Tag in Banff; ich bin erstaunt, wie schön Banff tatsächlich ist. Ich hatte eine Touristenhochburg erwartet, die es - wie es die Souvenirshops auf der Main Street vermuten lassen - in der Hochsaison bestimmt auch ist. Aber der Menschenauflauf hält sich in Grenzen, wir finden immer einen Parkplatz für unsere "Bergziege" und müssen nirgends lange Schlange stehen (hier ist es wieder das böse Wort, sorry).
Zunächst bummelten wir am Bow River entlang, derselbe Fluss, der an Ross und Vickys Wohngebiet in Calgary vorbeifließt.
Auf der Brücke über den Fluss entstand dieses Foto, eine der bekanntesten Ansichten Banffs mit dem mächtigen Berg im Hintergrund (wir sind uns nicht sicher, aber wir glauben das ist der Cascade Mountain, 2998 m).
Direkt hinter der Brücke befindet sich das Buffalo Nations Luxton Museum, das sich mit der Geschichte und der Lebensgewohnheiten der First Nations in diesem Gebiet beschäftigt, vorwiegend der Blackfoot- und Stoney-Indianer. Small, but very instructive!
Auf der anderen Straßenseite schließen sich die Cascade Gardens an. Sie wurden ursprünglich angelegt, um den zahlungskräftigen Kurgästen, die mit dem Bau der Eisenbahn in die Rocky Mountains kamen, das Lustwandeln zu ermöglichen.
Für die heutigen Touristen ist die Main Street von Banff ein Ort zum Bummeln, Essen und Shoppen. Wir hatten ein leckeres Mittagessen im "The Elk & Oarsman", genug Möglichkeiten zum Geldausgeben und vor allem Bärentatzen, yummie! Bärentatzen sind mit Nougat gefüllte Schokoladenhäufchen, garniert mit Mandeln, die die Krallen darstellen. Leider haben wir kein Foto mehr machen können, so schnell waren die verdrückt. :-)
Heute Nachmittag sind wir schließlich zum Fairmont Banff Springs Hotel gefahren, einem Wahrzeichen von Banff. Es ist einem schottischen Schloss nachempfunden und wurde 1887/1888 von der kanadischen Eisenbahngesellschaft gebaut. Auf der Hotelterrasse konnten wir bei einem "Traditional Red Ale" (Dirk) und einem "Niagara Riesling" (ich) die wunderschöne Aussicht genießen.
Unter uns hörten wir die Bow Falls rauschen, einem kleinen Wasserfall im bereits oben erwähnten Bow River. Diesen statteten wir anschließend auch noch einen Besuch ab.
Nach so viel Eleganz und kulinarischen Eindrücken zog es uns allerdings wieder in die Natur. Wir fuhren an das nordwestliche Ende von Banff, von wo aus wir eine kurze Wanderung auf dem Fenland Trail gemacht haben. Leider haben wir keine Bären, Elche oder Hirsche gesehen, dafür aber wieder Bärentatzen, diesmal im feuchten Ufer des kleinen Flüsschens, dem wir auf diesem Trail folgten. Ein Specht und zwei sehr laut meckernde Eichhörnchen haben den Bären bestimmt vorher in die Flucht geschlagen.
Zum Abendessen kehrten wir im "Tony Roma's" ein, einem Steakhouse, das für seine Rippchen bekannt ist. Hier bekam ich endlich meine Süßkartoffelpommes, auf die ich mich seit Berlin schon gefreut habe (Mädels, erinnert ihr euch an die leckeren Happen beim Gauklerfest?).
Nach so vielen Eindrücken werden wir gleich einfach nur noch ins Bett fallen.
Das sieht wieder nach einem erlebnisreichen Tag mit gutem Wetter aus! Dem Fairmont Hotel in Banff wollen wir unbedingt auch mal einen Besuch abstatten.
AntwortenLöschenÜbrigens:
Heute vor einem Jahr in Las Vegas...
...haben wir eine adrenalinspiegelsteigernde Runde im New York, New York Rollercoaster überlebt,
... haben wir zusammen Baileys und Campari Orange in verschiedenen Hotels getrunken,
... haben wir so einige Dollarscheine an diversen Spielautomaten verloren.
Schade, dass wir uns dieses Jahr nicht wieder zufällig am anderen Ende der Welt treffen! :-)
Weiterhin viel Spaß und allzeit gute Fahrt!