Sonntag, 23. September 2012

Mit Wein Gutes tun

Heute haben wir unseren Campingplatz schon früh verlassen, wir wollten vor dem Besucheransturm in die heißen Quellen von Radium Hot Springs.  Die Lufttemperatur heute war deutlich geringer als an unserem Badetag in Banff, was für eine Wohltat, dann in das 40°C warme Wasser zu hopsen.

 
 
Am Beckenrand standen drei ganz niedliche hawaiianische Mädchen, etwa zwischen 3 und 6 Jahre alt, die auf ihre Eltern warteten.  Wir haben noch nie Lebewesen gesehen, die so sehr vor Kälte zitterten wie diese drei, wie im Trickfilm.

Nach unserem Bad setzten wir unsere Fahrt zurück zum Banff National Park fort, also die gleiche Strecke von gestern, nur in umgekehrter Richtung. Auch in dieser Fahrtrichtung eine wirklich lohnenswerte Strecke.

Nach ungefähr 30 km hielten wir an einem Picknickplatz, von wo aus wir ein kurzes  Stück bis zum Kootenay River gingen. Dieser begleitete uns schon längere Zeit im Park, seine aquamarinblaue Farbe -wie viele Gewässer hier - faszinierte uns schon vom Auto aus. Als Überquerung dient eine Hängebrücke, eine ganz schön wackelige Angelegenheit; die Konstruktion sieht stabiler aus als sie tatsächlich ist.
 


Diejenigen, die unsere Urlaubsfotos aus dem Südwesten der USA kennen, werden sich an die vielen roten Steine erinnern, die wir ständig aufgenommen haben. Leser unseres letztjährigen Blogs werden sich an die zahlreichen Tankstellen entlang der Route 66 entsinnen. In diesem Urlaub gibt es Wasser und Berge in unterschiedlichsten Spielarten zu bestaunen.

Als wir den Banff National Park nachmittags wieder erreichten, versuchten wir unser Glück erneut am "Johnston Canyon". Die Tagesausflügler, so dachten wir, müssten sich doch langsam mal a uf zurück in die Stadt machen. Hah, vonwegen, diesmal war der Parkplatz noch überfüllter als gestern, heute standen die Fahrzeuge sogar ziemlich wild bis auf die Straße.

Also beschlossen wir den nur 6 km entfernten Castle Mountain Campground anzusteuern. Dieser war zunächst wie ausgestorben, entpuppte sich aber als wahres Camperkleinod. Nur 43 Plätze, lediglich mit Feuerstelle und Picknickbank ausgestattet und alle genau soweit voneinander entfernt, dass man die Nachbarn (zumindest die paar, die noch kommen sollten) durch die Bäume sehen konnte, man aber auch ausreichend Privatsphäre hatte. Hinter unserem Platz und später mitten über den Campingplatz floß ein kleiner Bach, den manche Camper zum Kühlen ihrer Getränke nutzten. Es gab keine Anmeldung auf dem Platz; stattdessen füllt man ein ausliegendes Formular aus, vermerkt seine Platznummer und die Dauer, die man zu bleiben gedenkt. Den Betrag für die Übernachtung und ggf. das Feuerholz steckt man dann zusammen in einen Umschlag und wirft diesen in einen Briefkasten, der regelmäßig von der Parkaufsicht geleert wird. Jeder von Euch, der mal mit einem Wohnmobil hier in diese Gegend kommt sollte versuchen, hier eine Nacht zu verbingen.
 
Zur Feier des Tages, ach was, dieses Urlaubes, des schönen Lebens öffneten wir eine ganz besondere Flasche Wein:
 
 
Das ist (bzw. war) ein 2007 Chardonnay No.99, Wayne Gretzky Estates. Im Restaurant von "Mr. Icehockey" bzw. "The Great One" in Toronto, das wir auf unserer ersten Kanada-Tour 2007 besucht haben, war ausgerechnet der Wein aus eigenem Anbau leer getrunken.  Und hier - in einem kleinen Liquor Store in Castle Mountain Junction - finden wir diesen Tropfen mit folgenden Text auf dem Etikett: "I'm pleased with the quality of this vintage, and especially proud of the fact that it has been created in the service of my foundation - which means that with every bottle you enjoy, less-fortunate kids will be able to participate in the passion of playing, watching and learning from the world's best game" -WG

Okay, Wein trinken und dabei gleichzeitig Gutes tun, da sind wir dabei!  :-)
 
 

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