Leider ist unser gestriger Plan, die Bunnies mit Salat und Äpfeln anzulocken gescheitert. Elstern und Raben waren schneller und haben den Hasis alles weggefressen. Na toll!
Weiter ging es heute nach Banff und in den gleichnamigen Nationalpark. Es sollte wieder ein strahlendblauer und klarer Tag werden, so dass wir als erstes zur "Banff Gondola" gefahren sind, einer Gondelbahn, die uns auf den 2281 m hohen Sulphur Mountain gebracht hat. Es ging ganz schön steil bergauf....Christian, wir finden es schon super, dass du trotz Flugangst im nächsten Jahr hierher fliegst. Wenn du es dann auch noch mit der Seilbahn auf den Gipfel schaffst, bist du unser ganz persönlicher Held, versprochen. :-)
Von dort und dem benachbarten Sanson's Peak (2337 m) hatten wir diese fantastische Aussicht auf Banff und die umliegende Bergwelt.
Der Sulphur Mountain und Sanson's Peak mit seiner alten Wetterstation sind über einen Holzweg mit 360 Stufen miteinander verbunden. Der Meteorologe Bethune Sanson kam zwischen 1903 und 1933 jede Woche und damit über 1000 mal zu Fuß hier hoch, zu einer Zeit also, als es die Seilbahn noch gar nicht gab. Da ist es doch dasMindeste, dass sie den Gipfel nach ihm benannt haben.
Wieder an der Talstation und nach einem Kaffee bei Starbucks hieß es "Pack die Badehose ein!", nun wollten wir zu den "Upper Hot Springs". Während des Eisenbahnbaus stießen 3 Arbeiter 1883 auf heiße Quellen, als sie eigentlich auf der Suche nach Gold waren. Dies war sozusagen die Geburtsstätte des heutigen Banff National Parks, denn schon 1887 stellte die Regierung das Gebiet unter Schutz. Die historische Badeanstalt und die Höhle, in der die Quellen entspringen sind heute eine "National Historic Site" und leider zur Zeit wegen Renovierungsarbeiten nicht zugänglich. Die "Upper Hot Springs" können jedoch besucht und mit allen Sinnen erfahren werden:
- Ersteinmal ein warmes Bad, die Wassertemperatur an der Quelle beträgt 47,3°C, wird aber im Schwimmbecken auf "nur" 37-40°C runtergekühlt. Herrlich für die Muskeln und Gelenke!
- Die Inhaltsstoffe (hauptsächlich Sulfat, Kalzium, Bicarbonat, Magnesium und Natrium) sorgen für einen leichten, aber nicht unangenehmen Geruch.
- Schließlich die Aussicht auf die Berge um uns herum, während wir im warmen Wasser planschen.
That's what vacations are for!
So herrlich relaxt und sonnenverwöhnt machten wir uns auf, einen Campingplatz für mindestens 2 Nächte zu finden. Das wunderschöne Banff wollen wir noch genauer erkunden! Leider sind die Campingplätze in der Nähe des Lake Minnewanka, dem größten See im Banff National Park, bereits geschlossen. Da wir jedoch schonmal da waren, haben wir noch eine schöne Rundfahrt gemacht und einen Stopp am besagten See eingelegt. Es ist Mitte September und wir können im T-Shirt und mit Eiscreme am Ufer sitzen, kein Wölkchen am Himmel. Einfach nur schön.
Unseren Platz für zunächst zwei Nächte haben wir auf dem Tunnel Mountain Campground bezogen. Nicht so einsam wie im K-Country, dafür ein "Full Hook-up"-Platz, also mit Wasser-, Strom- und sogar Abflussanschluss direkt auf dem Stellplatz. Nicht zu vergessen das beheizte Waschhaus, denn auch wenn es tagsüber wieder so um die 24°C warm war, die Nächte sind eben schon so kalt, dass man über Nacht den Wasserschlauch wieder einholen sollte, damit das Wasser nicht einfriert. Mom und Dad, kommt Euch das bekannt vor? ;-)
Jetzt werden wir noch schnell in Calgary anrufen, denn today it's Ross' bithday! Happy Birthday to you, Ross!
Karte unserer heutigen (Kurz-)Tour
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