Mittwoch, 3. Oktober 2012

Browsing around

Ganz schnell liebe Grüße aus Banff.

Gestern Abend haben wir übrigens noch am Feuer gesessen, ein wenig "Kanada" scheint doch schon in uns zu sein:



Heute Morgen war unsere Wohnmobiltreppe vereist, es hatte nun auch in unserer Höhenlage geschneit:


Und dann haben wir es schon wieder getan: wir sind den Bow Valley Parkway wieder ein wenig auf und ab gefahren (allmählich kennen wir jeden Zentimeter), in der Hoffnung doch nochmal einen "Moose" vor die Linse zu bekommen. FEHLANZEIGE!

Nur dieser hübsche Kerl zeigte sich (allerdings gleich neben dem Campingplatz):

 
Aber egal, wir haben uns danach in den heißen Quellen aufgewärmt. Eine tolle Erfahrung, bei 7 °C Außentemperatur im 40°C warmen Wasser zu planschen.
 
Den Rest des Tages haben wir mit Dining und Shopping in Banff verbracht, wir bummeln einfach nur durch die Gegend oder trinken wie jetzt einen "Spice Pumpkin Latte" bai Starbuck's (unter anderem wegen dem Free Wi-Fi).
 
Möglicherweise war das jetzt die letzte Möglichkeit für uns ins Internet zu gehen. Die Fotos vom verschneiten Bow Valley Parkway reiche ich später noch nach.
 
Gleich fahren wir weiter nach Canmore und morgen sind wir wieder mit Ross und Vicky in Calgary verabredet. Auch die Erlebnisse in Calgary erhalten noch einen eigenen Post, versprochen.
 
Samstag müssen wir dann leider wieder zurück und wenn alles glatt läuft, landen wir am Sonntag um 14.00h in HAJ. Sollten wir nicht in der Maschine sein, hat "Parks Canada" uns ein Anegbot gemacht, dass wir nicht ausschlagen konnten!  ;-)
 
Also, bis demnächst,
 
Heike & Dirk

Dienstag, 2. Oktober 2012

Der Winter naht....

So, heute gibt es nur einen kurzen Post, denn unsere Rückfahrt über Lake Louise und den BowValley Parkway nach Banff verlief ziemlich ereignislos.

Die Berge um uns herum sind über Nacht "angezuckert" worden.



 
Und von "Greg" war die ganze Nacht nichts zu hören, vielleicht übt er ja schon für den Winterschlaf. Dabei würde er hier eine Leckerei finden, die für Bärenjunge bestimmt genauso spannend sind wie Eiskrem für Menschenkinder: "gefrostete Bear-Berries"

 
Wieder auf der Straße.....
 
 
....hielten wir fleißig Ausschau nach Tieren. Doch der Einzige war der hier:

 
Wieder kein ECHTER Elch!
 
Wir sind nun in Banff, wieder auf dem Tunnel Mountain Campground. Es gibt doch nichts, auch keinen "Elchfrust", der nicht mit einer heißen Dusche überwunden werden kann. Und hier haben sie herrlich warme Waschhäuser! Bei 4°C Außentemperatur und Schneegrieseln eine Wohltat!
 

Montag, 1. Oktober 2012

Leichte Entscheidung

So, heute mussten wir uns entscheiden. Von Jasper aus (hier ein paar Eindrücke)
 

 
hatten wir drei Möglichkeiten:
1.) westlich zum Mount Robson zu fahren, der Berg, dessen Höhe Namensgeber dieses Blogs ist = was würden wir dort sehen? Vermutlich einen Berg in Wolken, für den wir dann einen Schlenker von isgesamt 160 km gemacht hätten. Nur dort hinfahren, weil der Blog so heißt? So'n Schmarrn! Christian, Edda und Timon, ihr kommt ja im nächsten Jahr am Mt. Robson vorbei, also bitte ganz viele Fotos machen und an uns denken!!!
2.) östlich nach Edmonton fahren und von dort dann südlich über den Highway zurück nach Calgary = wir könnten in der West Edmonton Mall shoppen, würden aber bis Edmonton 370 km durch relativ langweiliges Gebiet fahren. Och nö, die Koffer sind eh schon so voll.
3.) südlich wieder über den Icefield Parkway über Lake Louise, Banff und Canmore zurück nach Calgary = das war die für uns sympathischste Lösung, so können wir noch ein wenig die Berge genießen.

Außerdem liegt auf dem Weg nach Süden die Straße zum Mt. Edith Cavell, an dessen Fuß eine tolle Wanderung zu einem Gletschersee verlaufen soll. Edith Cavell war eine englische Krankenschwester im Ersten Weltkrieg, die in Belgien vielen Soldaten zur Flucht verhalf. Sie wurde erwischt und von den Deutschen hingerichtet. Ich habe mir ein englisches Buch über ihre Lebensgeschichte gekauft, auf das ich mich schon sehr freue.
 
Auf unserem Campingplatz stand übrigens diese Bärenfalle, irgendwie voll fies, aber leider soll es immer wieder vorkommen, dass Bären die natürliche Scheu vor Menschen verlieren und sich dann dort aufhalten, wo Menschen ihre Nahrung haben. Welch besserer Ort als einen Campingplatz gibt es also für einen hungrigen Bären?
 
 
Als wir wieder in den Jasper National Park einfuhren, mussten wir am Mauthäuschen feststellen, dass die Straße zum Mt. Edith Cavell wegen des Wetters schon geschlossen war. Schade, aber dann schien es dort oben schon schlechter zu sein. Bei uns war es zwar bewölkt, aber es ging ein richtig warmer Wind, herrlich.

Egal, wir hielten uns dennoch südlich und machten dann eine Wanderung durch das "Valley of the Five Lakes", wie der Name schon sagt, ein Wanderweg, der uns an insgesamt fünf Seen vorbeiführte. 
 


 
Kurz bevor wir wieder am Parkplatz waren, trafen wir das Pärchen wieder, das uns einige Tage zuvor auf dem Icefield Parkway auffiel, weil der Mann ein Hannover-T-Shirt trug. Diesmal trug er wieder stolz das hannoversche Stadtwappen durch die kanadische Wildnis und diesmal sprach ich die beiden auch an.  Mom und Dad, ihr werdet lachen, sie kommen aus AHLEM!!! Das gibt es doch nicht! Ich verkniff mir zu fragen, ob er eventuell auch bei der LHH arbeitet, aber irgendwie hätte der als Kollege durchgehen können, mit DEM T-Shirt!
 
Kaum wieder im Wagen fing es fürchterlich an zu regnen. Schön, dass wir unsere Wanderung noch machen konnten.
 
Jetzt sind wir wieder auf dem Thompson Creek Campground in der Nähe von Saskatchewan River X-ing, der Platz, auf dem wir vor kurzem Bärenbesuch hatten. Heute Abend sind wir die einzigen Camper hier, der Loop, auf dem wir kürzlich standen ist sogar schon geschlossen. Nun lauschen wir dem Prasseln vom Regen und hoffen, heute Nacht wieder ein Zeichen von "unserem" Bärchen (wir haben ihn Greg genannt, ihr wisst schon, wegen Thomson und so) zu hören oder zu sehen. Aber eine Bärenfalle haben sie hier zum Glück nicht aufgestellt.
 
Also, dann bis morgen, gute Nacht!
 

 

Sonntag, 30. September 2012

In the mountains we forget to count the days

Was gibt es schöneres, als beim Frühstück Besuch zu bekommen? Wir haben uns jedenfalls mächtig gefreut, als "Elli, the Elk" bei uns vorbeikam. Sie stapfte völlig entspannt direkt hinter unserem Wagen entlang und graste.

 
Hier muss ich mal mit einem weit verbreiteten Irrtum aufräumen: einige Touristen unterwegs haben uns erzählt, sie hätten einen Elch gesehen. Studierte Menschen aus Salzgitter meinten, direkt auf dem  "Whistlers Campground", auf dem wir gerade stehen, sei ihnen ein Elch vor die Nase gelaufen. Leute, Leute, ich glaube euch ja, dass ihr große braune Tiere gesehen habt, aber nur weil hier vor "Elks" gewarnt wird, die hier sehr aggressiv sein sollen, sind das noch lange keine Elche, sondern Hirsche (oder wie hier eine Hirschkuh). Elch heißt im englischen "Moose" und soll noch ne Nummer "trotteliger" aussehen. Elche sind noch größer und wirklich wirklich schwer zu sehen, also bitte, wenn ihr uns das nächste Mal sagt, ihr hättet einen Elch gesehen, vergewissert euch bitte, dass es nicht doch "nur" ein Elk war. Ihr weckt bei mir sonst nur Erwartungen.... Aber egal, diese Süße hier hat uns schonmal einen guten Start in den Tag beschert. Klaus und Marion, noch ist es also nicht klar, ob wir nächste Woche wieder im Büro aufschlagen.
 
Wir haben uns heute vorgenommen, die Maligne Lake Road bis zum "Maligne Lake" zu fahren. Eine schöne Strecke und eins der Highlights von Jasper und Umgebung. Die Straße führte uns zunächst am "Maligne Canyon" vorbei, den wir uns aber für die Rückfahrt aufgehoben haben. Dennoch hier die Vorwarnung, heute ist wieder viel von Wasser die Rede!
 
Einen Stopp legten wir am "Medicine Lake" ein; einem See, der durch ein unterirdisches natürliches Drainagesystem gespeist wird und dessen Wasserpegel im Verlauf des Jahres um bis zu 20 Meter schwankt. Die First Nations haben geglaubt, böse Geister hätten das Wasser weggeschlürft. 
 
 
In diesem Gebiet soll es eine Caribou-Herde geben, die ca. 150 - 200 Tiere umfasst. Am feuchten Uferrand konnte man ihre Spuren gut sehen und teilweise waren in den Bäumen Kameras installiert, die auf Bewegung hin auslösen, vermutlich um Caribou-Sichtungen zu dokumentieren. Liebe Mitarbeiter von "Parks Canada", versprochen, wir sind nicht auf Drogen und wollten uns auch keinen Spaß erlauben, wir gucken so dämlich, weil wir so unwahrscheinlich happy hier sind. Übrigens, ich würde mich gerne anbieten, für euch den ganzen Tag das Gebiet nach Caribous und anderen Tieren abzusuchen. Dass ich einigermaßen fotografieren kann, zeigen ja wohl die Fotos hier. An wen darf ich meine Bewerbung richten?
 
Am Maligne Lake angekommen, ließen wir diesen im wahrsten Sinne des Wortes ersteinmal links liegen. Wir hatten von einem Ehepaar aus North Carolina (nennen wir sie Jane & John Doe), die wir im Kootenay National Park getroffen haben erfahren, dass der benachbarte "Moose Lake" ein guter Ort sei, um Elche zu sehen. Einen kurzen Hike dorthin, einen einstündigen Aufenthalt (und die Erkenntnis, dass Dirk einfach nicht lautlos sitzen bleiben kann) später haben wir unseren Beobachtungsposten wieder aufgegeben.
 
 
Wir geben uns wirklich Mühe, einen Elch zu finden, ehrlich, aber alles was wir fanden war dies hier:
 
 
 
Okay, also wieder zurück zum "Maligne Lake", dem eigentlichen Anziehungspunkt am Ende der Straße. Wir fanden eine von Leonard & Helny Leck gesponserte Bank. Wir haben keine Ahnung, wer die beiden waren, aber die Inschrift "In the mountains we forget to count the days" gibt so ziemlich das wieder, was das Leben hier ausmacht. Würde ich nicht diesen Blog schreiben, ich wüßte nicht, welches Datum wir heute haben.
 
Der "Maligne Lake", hier mit seinem aus vielen Reiseführern bekanntem roten Bootshaus
 
 
 liegt auf 1.675 m Höhe und hieß in der Sprache der Stoney Indians "Caba Imne", was so viel wie Biber-See heißen soll. Biber sahen wir zwar keine, dafür in der Ferne aber diese 4 Genossen.
 
 
 Ich war bislang davon ausgegangen, dass es sich um Karibus handelt. Liebes "Parks Canada Team", sollten das keine Karibus, sondern einfach "nur" "Whitetail Deers" sein, nehme ich meine obige Bewerbung zurück und würde mich stattdessen gerne zur "Park Warden" ausbilden lassen. Kommt schon, da muss es doch ne Möglichkeit geben!  ;-)
 
Naja, wir haben ja noch mindestens 20 km Zeit, Karibus zu sehen.
 
 
 Auf der Rückfahrt hielten wir dann am "Maligne Canyon", den man auf 3,7 km Länge und über insgesamt 6 Brücken durchwandern kann. Die Länge ist nicht so das Problem, aber der Höhenunterschied. Wir haben es diesmal nur bis zur 3. Brücke geschafft, der Weg bis dorthin beschert aber auch ganz tolle Eindrücke.
 


Laura & David, wir haben uns das folgendermaßen gedacht: ihr wollt doch diese Gegend auch mal erkunden (Laura, das Wetter war bislang wirklich richtig schööööööön und waaaaaaaarm); also wir fahren dann zusammen hierher, mit zwei Autos, die wir strategisch an der 1. und der 6. Brücke parken, so dass wir zurück fahren können; David, such doch schonmal einen günstigen Flug raus   *zwinker*.
 
Auf der Rückfahrt zum Campingplatz sahen wir wieder eine grasende Elk-Kuh am Straßenrand. Ein Stückchen weiter entdeckten diese beiden hier die Welt:
 
 
 
Und dieses Panorama, das uns auf der Fahrt zurück nach Jasper begegnete, möchten wir euch auch nicht vorenthalten.
 
 
 
Ihr seht, da ziehen einige Wolken auf. Wir gehen jetzt erstmal essen und planen dort unsere nächsten Tage. See you!!!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Samstag, 29. September 2012

Icefield Parkway Part 2

Habe ich die Nacht zuvor schon schlecht geschlafen, dann war die letzte Nacht das Pendant für Dirk. Kaum war unser Feuer runtergebrannt und wir im Bett, hörte ich mal wieder lauter Geräusche aus den umliegenden Wäldern. Aber egal, dachte ich mir, auch wenn mir lauter Plots für einen Psychothriller auf Campingplätzen einfielen. Einfach Augen zu und durch und ja nicht an den Film "The hills have eyes" denken. Ich bin dann relativ bald eingeschlafen, auch wenn es draußen raschelte und kratzte.

Irgendwann, genauer gesagt um 2.00 h wurde Dirk davon wach und hatte nun - wie er später kleinlaut zugab - ähnliche Ängste wie ich nachts zuvor. Nun kam noch ein buddelndes und schnüffelndes Geräusch dazu, immer rund um unseren Wagen herum.  Toll, nun wollten wir endlich mal einen Bären sehen uns trauen uns nicht ans Fenster, da könnte ja ein Redneck mit ner Axt stehen...

Schließlich nahm Dirk das Nachtsichtgerät, ging zur Frontscheibe unseres Wagens und sah gerade noch, wie ein Bärenjunges in Sekundenschnelle weg- und auf den nächsten Baum rannte.  Der soll so fix gewesen sein, jetzt wissen wir, woher der Ausdruck "auf dem Baum sein" kommt.
 
Dirk legte sich wieder hin, nur um um 5.00h von den gleichen Geräuschen wieder geweckt zu werden. Aus Angst vor der Bärenmama verhielt er sich aber ganz ruhig und wagte es auch nicht, mich zu wecken.  Naja, wenigstens hat zumindest einer von uns nun schon einen Bären gesehen, auch wenn es eigentlich nur noch der Pummelhintern von einem Bärchen war.

Später setzten wir unsere Fahrt fort, wieder zurück in den Banff National Park auf den Icefields Parkway.

An einem Berghang sah ich weiße Punkte, die sich bei einem Blick durchs Fernglas als "Mountain goats", also als Bergziegen entpuppten. "Unsere" Bergziege würde es mit Sicherheit auch in das Gelände schaffen, sie bringt uns gut über die Berge, auch wenn der Herd im Inneren des Wagens auf unebener Strecke ganz schön klappert (auf so einer Reise lernt man, wozu Wäscheleinen so alles gut sein können).     
 

Über einige Pässe, hier die "Big Bend", eine ausladende Kurve mit toller Aussicht, erreichten wir bald die Parkgrenze zum Jasper National Park. Und hier, am anderen Ende der Welt läuft uns ein Tourist mit einem Hannover-T-Shirt über den Weg. Ich hatte kurz überlegt ihn anzusprechen...

Im Jasper National Park erwartete uns ein Highlight der gesamten bisherigen Reise: das Columbia Icefield, auf das wir im Rahmen einer Tour fahren konnten. Das Columbia Icefield liegt in 3000m Höhe und ist das Überbleibsel eines riesigen Eisfeldes, das einmal den Westen Kanadas bedeckte. Es besteht heute aus ca. 325 km2 Eis, das bis zu 360 m dick ist. Von der Straße aus ist die Gletscherzunge des Athabasca Glacier zu sehen.
 
 
Mit dem "Ice Explorer" ging es hinauf auf den Gletscher.
 
 
 
 
Von diesen Spezialfahrzeugen gibt es weltweit nur 23 Stück, wovon 22 hier vor Ort im Einsatz sind. Das 23. gehört der U.S. amerikanischen Regierung ("If there are Americans joining this tour, now you know what happens to your taxes").  Jetzt kam dann doch mein früherer Job mit mir durch, denn das erste was ich Jason, unseren Tourguide, fragte war, ob er für die Fahrzeuge eine besondere Fahrerlaubnis bräuchte. (Brauchen die Jungs nicht, sie haben eh alle einen Busführerschein und der Rest sei ja "offroad").

Was hier aussieht wie eine Polarexpedition sind wir beide im kanadischen, noch hoffentlich lange ewigem Eis.
 


 
 
Etwa eine halbe Stunde später erreichten wir die "Sunwapta Falls", Wasserfälle im gleichnamigen Fluß. In der Sprache der Stoney-Indianer bedeutet "Sunwapta" so viel wie "turbulenter Fluß". Da wir langsam hungrig wurden, schenkten wir uns den 1,5 km langen Weg zu den "Lower Falls" und blieben in Parkplatznähe bei den "Upper Falls".
 

Jetzt wollten wir schnell nach Jasper durchrauschen, doch Pustekuchen. Eine Ansammlung von parkenden Fahrzeugen am Straßenrand, deren Insassen bewaffnet mit Videokameras, Ferngläsern und Fotoobjektiven, für die man einen Waffenschein bräuchte, alle gebannt auf eine Wiese starrten, ließen auf Tiersichtungen schließen. Also, rein in die Bremsen, rechts ausgeschert und ebenfalls auf die Wiese, bzw. in den Wald dahinter gestarrt. Auf einer Lichtung solle man eine Elchkuh und einen Elchbullen sehen können. Hm, meine erste Elchbegegnung hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Die Männer mit ihren Riesenobjektiven konnten die Tiere nicht wirklich gut einfangen. Wir wollten schon fast wieder ins Auto einsteigen, als ich die Kuh dann doch durchs Fernglas ausmachen konnte. Der Bulle hielt sich zunächst irgendwo im Wald versteckt.
 
Nun wurde es doch ganz lustig, denn zusammengeschweißt durch das gemeinsame Naturerlebnis (wohl gemerkt vom Straßenrand aus) kamen wir Touristen miteinander ins Gespräch. "Is it a bear?" - "No, there should be two moose, a cow and a bull." - "A bull, eh."  ("eh" benutzen die Kanadier als Füllwort für so ziemlich alles, um eine Frage zu kennzeichnen, ihre Antwort zu unbterstreichen oder einfach nur um Zeit zu schinden. Häng einfach ein "eh" hinter jeden Satz, und schon fragen sie dich, wie lange du schon in Kanada lebst.)  :-)   - "Nice trees over here." - "We should call our group "Moose Travel United."  Dann ein lautes "ooooooh" und "aaaaaah", man sah den Kopf und das Geweih des Bullen. Wow, der muss riesig sein!!!
 
Einen ganzen Elch haben wir ja nun nicht gesehen, insofern ist unsere Vorgabe "wir kommen erst zurück, wenn wir einen ECHTEN Elch gesehen haben" noch nicht erfüllt. Tja, dann müssen wir wohl noch verlängern....schön wär's, denn dieses "Vagabundenleben", mal sehen wo wir morgen sind, das gefällt uns ausgesprochen gut.

Doch nun endlich weiter, mit einem leeren Magen fehlt einem einfach die Geduld für lange Tierbeobachtungen, insbesondere wenn sich die Elche so gut tarnen können. Kurz vor Jasper erreichten wir den "Whistlers Campground", ein Campingplatz mit 781 (!) Stellplätzen. Der einzige Platz, der hier momentan noch geöffnet hat. Dennoch, man hat durchaus seine Privatsphäre, denn die Plätze sind einfallsreich zwischen den Bäumen angelegt. Trotzdem mussten wir ein ganzes Stück fahren, bis wir unseren Platz erreicht hatten.
 
Wir sind dann eben noch nach Jasper reingefahren, weil wir ml wieder Lust auf "Essen gehen" hatten. Gute Entscheidung, denn gerade als wir im Ort ankamen, traf auch der "Rocky Mountaineer" ein, der legendäre Passagierzug, mit dem man die Rocky Mountains (zumindest teilweise) durchfahren kann. Dirk ist zum Wagen zurück gegangen, weil er etwas vergssen hatte, und konnte ihn so kurz filmen. Ich hatte die Kamera leider nicht dabei. Uli & Claudia, die Tour mit dem Zug sollten wir wirklich mal gemeinsam machen, wir freuen uns jedenfalls drauf!!!

Abendessen gab es dann in der "Jasper Brewing Company", sehr lecker. Zum Nachtisch, einem "Bourbon Pecan Pie" hätte Steffi aus dem Schlemmerbistro nur ein Wort gesagt: "SÜÜÜÜÜÜNDE!!!!"

Karte unserer heutigen Tour

Freitag, 28. September 2012

Icefield Parkway Part 1

Die letzte Nacht haben wir noch einmal auf dem Campground in Lake Louise verbracht. Diesmal haben wir um einen ganz abgelegenen Stellplatz gebeten, mit der Folge, dass ich mir die halbe Nacht um die Ohren geschlagen habe. Ständig habe ich Geräusche gehört und mit Gedanken über Bären, "axe murderer" und im Halbschlaf sogar über Vampire (schließlich haben wir Vollmond) gemacht. Der Mann an meiner Seite gab wie im letzten Campingurlaub das vertraute statement ab: "Das ist nur die Wasserpumpe" und schlief weiter.

Entsprechend spät kamen wir heute los und das Hochladen der Posts und Fotos der letzten Tage im Lake Louise Village nahm auch noch so seine Zeit in Anspruch.

Doch dann waren wir endlich wieder on the road, genauer gesagt auf dem Highway 93 nach Norden, auch "Icefields Parkway" genannt. Diese Straße soll man wenn möglich bei klarer Sicht befahren, um möglichst viel von der beeindruckenden Landschaft aufnehmen zu können.  Und es versprach wieder ein sonniger klarer Tag zu werden.

Die Straße ist regelrecht gespickt mit Aussichtspunkten und gleich nach 6 km hielten wir am ersten, dem Herbert-Schmalstieg-, nein Dr.Herbert-, ach was, einfach nur "Herbert Lake".
 

Ich warne euch vor, heute gibt es wieder viel "Wasser" zu sehen, aber die Seen, Wasserfälle, Flüsse, Gletscher und Canyons gehören einfach hierher und faszinieren uns immer wieder aufs Neue.
Und hier sind wir am  Bow Lake
 

 
an dessen Ende die "Num Ti jah"-Lodge steht. Eines Tages möchten wir hier mal übernachten.
 
 
Der Bow Lake liegt am Bow Glacier und speist den Bow River, an dem wir seit Calgary viele viele Kilometer entlang gefahren sind.

Auf den nächsten Ausschtspunkt war ich besonders gespannt, hatte ich vorher schon so viel über die aquamarinblaue Farbe des Peyto Lake gehört. Der See ist nach Bill Peyto benannt, ihr erinnert euch, der Typ, der mit einem Luchs auf der Schulter in einen Pub gegangen ist.  Ein kurzer, aber steiler Weg führte uns zur Aussichtsplattform, auf der mir eindeutig zu viel los war. Ich hielt mich etwas abseits, während dessen Dirk die Bekanntschaft von Bob, Daryl und ihrem Bernhardiner namens Searge aus Vancouver machte.  Doch hier nun endlich ein Foto vom See:
 

Die nächsten Seen, zu dessen Ufer wir wanderten waren  die Waterfowl Lakes, hier müsste es doch endlich mal Elche geben. Aber nö.....
 

Ein neuer Halt, diesmal am Mistaya Canyon. Hier schlängelt sich der Mistaya River durch den Sandstein und formte ihn dabei auf bizarre Art und Weise.
 


An der einzigen Abfahrt zwischen Lake Louise und Jasper, dem Highway 11 bei Saskatchewan River Crossing (oder einfach nur "The Crossing", wie die Einheimischen sagen) sind wir nach Osten abgebogen und haben den Banff National Park erstmal verlassen. Kurz hinter der Parkgrenze haben wir Quartier auf dem Greg-Thomson-, nein richtigerweise Thompson Creek Campground bezogen. Außer unserem sind nur noch 3 andere Plätze belegt. Auch wieder etwas gruselig, aber auch irgendwie richtig schön.
 
Wir haben eben noch die Bekanntschaft mit einem Berliner Ehepaar und anschließend mit Patrick gemacht. Patrick und seine Huskymischlingshündin Nikita sorgen auf dem Platz für Ordnung, sprich Patrick fährt rum und quatscht mit den Campern, während Nikita im Auto vor sich hinpennt. Patrick, er sieht aus wie Olli in 20 Jahren, ist eigentlich Musiker, hat schon viel von Europa gesehen und möchte gerne mal eine "Tournee" in Deutschland machen. Patrick hat irische Wurzeln, spielt Classic Rock, Folk, Blues und an ein ganz wenig Country auf der Gitarre. Ingmar, wir haben ihm von dir erzählt, mach schon mal ein paar Gigs klar!  ;-)

Zum Schluss warnte Patrick uns noch vor den Bäre; falls wir nachts aufs Klo müssten, sollten wir laut Krach machen, um sie zu vertreiben. Ja klar, wir haben noch nicht einen Bären gesehen und halten das Getue "You are in bear Country" und "Be bear smart" für einen Trick der Tourismusindustrie. Diejenigen, die von Bärenbegegnungen (und gleiches gilt für Elche) erzählen sind mit Sicherheit von der Regierung bezahlt. ;-)  Also, schnell noch mal auf die Toilette und ab in die Heia. Gute Nacht!

Karte unserer heutigen Tour
  

Donnerstag, 27. September 2012

Raus auf den See!

Juchuh, die Nacht war zwar sehr kalt, aber das Rauschen des Kicking Horse River so nah am Wagen und die aufgehende Sonne machen richtig Lust auf "draußen". Also, raus aus den Federn, Wolldecken und dem Schlafsack und rein ins nächste outdoor-Vergnügen.

Wir haben nämlich heute morgen eine tolle Kanufahrt auf dem Emerald Lake gemacht, zu einer Zeit, als noch kaum eine Menschenseele am See war und noch mystischer Nebel über der smaragdfarbenen Wasseroberfläche lag. Diese Eindrücke (und unser Bild in Schwimmwesten) hätten wir gerne mit euch geteilt, ehrlich. Aber die SD-Karte in unserer kleinen Kamera war gesperrt und als ich sie -schon im Boot sitzend- entsperren wollte, brach mir der kleine Riegel ab. Also war nix mit Fotos machen. Ich denke das war ein Zeichen, ein Zeichen endlich mal den Technikkram und die "folks at home" zu vergessen und die friedliche Stimmung auf dem See mit allen Sinnen aufzunehmen.

Danach fuhren wir gemütlich zurück nach Lake Louise, denn das Wetter schien wieder so klar zu werden, dass wir uns die Gegend gut von oben ansehen können. Doch zunächst legten wir einen Stopp im ältesten Gebäude von Lake Louise ein, dem Eisenbahngebäude von 1909.


Wo früher die Passagiere Fahrkarten kauften und auf den Zug warteten ist heute ein tolles Restaurant untergebracht. Viele Eisenbahnmemorabilia, historische Einrichtungsgegenstände und äußerst nette Kellner machen den Ort zu etwas Besonderem. Die Fenster, der Fußboden und das Bahnstationschild sind noch original erhalten.

Hier sitzen wir auf Stühlen (riesig wie Throne) beim Lunch.

 

So gestärkt fuhren wir zur Lake Louise Gondola, eine Seilbahn, die ins Skigebiet hinaufführt. Man hat die Wahl, ob man in einer geschlossenen Kabine oder in einem offenen Sessellift fahren möchte. Keine Frage, der Sessellift war unserer. Allerdings mussten wir uns vorher einen Sicherheitsinformationsfilm ansehen, damit ja nichts passiert.

Auf dem Weg nach oben sahen wir zwar keine Bären, dafür aber ein "Mule Deer", ein Reh. Wie wir später im Visitor Center nahe dem Gipfel erfuhren, lebt derzeit nur ein einziges Deer noch auf Berg, alle anderen wurden von Wölfen gerissen. Voll fies, aber noch viel gemeiner: das Wolfsrudel macht die ganze Arbeit und dann soll regelmäßig ein Grizzly kommen und den Wölfen die Beute wegschnappen, der riecht das nämlich über weite Entfernungen. So schilderte es uns zumindest die Parkaufseherin.

Und noch ein Phänomen entdeckten wir: die Japaner, die sonst eher selten grüßen, gehen offenbar ganz aus sich heraus, wenn sie Seilbahn fahren. Aus jedem japanisch besetzten Sessellift, der uns entgegenkam wurden wir überfreundlich, ja fast euphorisch gegrüßt. Ein lautes "Hello" gepaart mit Winken und Fotos machen. Was war denn hier los? Ein wenig habe ich den Verdacht, das könnte wieder mit Dirks Kleidung zu tun haben. Sah er in seiner roten Jacke vielleicht so aus wie die rote Sonne auf der japanischen Flagge?  Sorry Schatz, den konnte ich mir nicht verkneifen.  *grins*
Von dort oben hatte man aber einen tollen Blick ins Tal bzw. wie hier auf den Lake Louise.

 
Wieder unten machten wir noch einmal einen Abstecher an den Lake Louise. Für die Wanderung zum Lake Agnes Tea House, die uns Renate so ans Herz gelegt hat, hat die Zeit leider nicht mehr gerreicht. Also noch ein Grund, die kanadischen Rockies später nocheinmal zu besuchen. Also entschlossen wir uns für den Weg am Ufer entlang, der bis hin zum Zulauf zum See führt.
Neben der schönen Aussicht (es lohnt sich wirklich, bei Sonnenschein hier zu sein) gab es auch wieder lustige Vögel zu sehen:

 
 
Und hier ist der Beweis, dass man sich dem Zulauf auch nähern kann, ohne hin(ein)zufallen:

 

Mom, deine Handabdrücke sind immer noch da....  ;-)

 
 
Und hier das klassische Erinnerungsfoto vom Lake Louise:

 
So, jetzt aber bald ins Bett. Vermutlich wartet morgen der Icefield Parkway auf uns, angeblich "the most beautiful road of the world".

Karte unserer heutigen Tour

Mittwoch, 26. September 2012

Heute lernen wir die Sprache der Cree

Auf geht es heute in den Yoho National Park, der wieder "drüben" in British Columbia liegt. "Yoho" heißt in der Sprache der Cree-Indianer "sehen/staunen", das klingt viel versprechend. Zudem gibt es im Yoho National Park 28 Berge über 3000 m Höhe zu sehen, da wollten wir auch "Yoho"en. Dafür mussten wir wieder den Trans Canada Highway befahren, der gerade zu Beginn einige Baustellen aufwies. Bis zum Winter, und der kommt hier ganz bald, müssen noch einige Straßenbeläge und Brückenarbeiten fertig werden.
 
Die Strecke führt zunächst über den "Kicking Horse Pass", allein das klingt doch schon nach Wildnis und Abenteuer. Das Gebiet des heutigen Nationalparks war für die Arbeiter der Canadian Pacific Railroad ebenfalls ein Abenteuer, denn hier musste beim Eisenbahnbau eine Steigung von bis zu 4,5 % überwunden werden. Klingt jetzt nicht so viel, aber die Steigung konnte nur mittels zweier Spiraltunnel gemeistert werden, die für die damalige Zeit eine bauliche Höchstleistung darstellte. Bislang kannten wir diese Tunnel nur aus dem Miniaturwunderland in Hamburg, doch jetzt sahen wir ihn live!
 
 
Leider kam gerade kein Zug vorbei.  Die Züge sind hier im Regelfall so lang, dass man noch Wagen vor der Einfahrt sehen kann, während die Lokomotiven schon auf der anderen Seite des Tunnels wieder herausfahren.
Kurze Zeit später bogen wir in die Yoho Valley Road ab, an deren Beginn sich der Kicking Horse Campground befindet. Sah sehr nett aus, da würden wir abends gerne unterkommen wollen. Doch jetzt waren die "Takakkaw Falls", die zweithöchsten Wasserfälle Kanadas, unser Ziel. Die Straße dorthin hat einige Kehren, die für Wohnmobile ab 7 Metern Länge nur mit der "Bustaktik" befahrbar sein sollen: Ab der ersten Kehre soll man das kurze gerade Stück bis zur zweiten Kehre rückwärts fahren, dann problemlos weiter. So stand es im Reiseführer und das dazugehörige Bild haben wir auch vorher eingehend studiert.

Und nun stehst du hier in Kanadas Wildnis und du machst es doch falsch: wir sind das kurze Stück vorwärts gefahren und haben uns für den Rückwärtsteil eine kurvige lange Strecke übrig gelassen. Die Insassen im Pkw hinter (oder soll ich sagen vor) uns haben sich köstlich amüsiert. Außerdem mussten wir uns zunächst einmal orientieren auf welcher Straßenseite wir überhaupt fahren müssen, sehr ungewohnt. Es soll ja Menschen geben, die die Kurven unterschätzen, denken dass sie sie so nehmen können und sich dann in den Kurven festsetzen, tja, alles schon vorgekommen (ich nenne jetzt KEINE Namen). Aber auf der Rückfahrt hat Dirk dann bewiesen, dass man die Kehren auch mit einem 22 Feet-Wohnmobil ohne dieses Manöver bewältigen kann.  Muss ähnlich wie das Feuer machen so ein "Männerding" sein.  ;-)

Mein Cree-Sprachkurs hat mich gelehrt, dass Takakkaw soviel wie "wunderschön" bedeutet, und ja, das stimmt. Die Fälle sind über 300m hoch, die reine Fallhöhe beträgt 254 m. Schon von weitem hört man das Rauschen.
 
 

Dirk war ziemlich mutig, in diesem Teil Kanadas und zur jetzigen Zeit seinen neuen "Toronto Maple Leafs"-Pullover zu tragen. Dieser sorgte bei den Kanadiern, die ebenfalls die Wasserfälle besuchten, für fast genauso viel Aufsehen wie die Fälle selbst. Das Thema Eishockey ist hier auch ohne NHL-Saison allgegenwärtig. Für alle Nichteingeweihten hier mein laienhafter Erklärungsversuch der Situation: Die Ligabosse und die Spielergewerkschaft können sich nicht auf einen Tarifvertrag einigen. Daher wurde ein so genannter "lock out" beschlossen, sprich die Spiele wurden bis auf weiteres abgesagt und die Spieler ausgesperrt. Zum Teil haben einige Spieler nun vorläufige Verträge in Europa erhalten. Schade, wir hätten gerne noch ein Vorbereitungsspiel der Calgary Flames gesehen, aber so haben wir ja mindestens einen Grund in ein paar Jahren nocheinmal hierher zu kommen.  Die Kommentare zu Dirks Pulli reichten von "Thanks for supporting millionaires" über "Get them back on ice" und "There is someone wearing the wrong uniform" bis hin zu "You must be a brave man to wear this shirt".
Zum Glück wurde es eh bald zu warm für den Pullover, ich hab ihn erstmal hinten im Kleiderschrank verstaut.

Auf der Rückfahrt hielten wir an einer Stelle, an der der Yoho River und der Kicking Horse River zusammentreffen. Der Kicking Horse River ist bis hierhin relativ blau und mischt sich hier mit dem Yoho River. Dessen milchige Farbe ist dadurch bedingt, dass der Yoho River von einem Gletscher gespeist wird und auf seinem Weg jede Menge Gesteinsmehl mit sich führt.
 
 
Wie ihr seht, hat es uns einen Reisenspaß gemacht auf den Steinen am Ufer herumzukraxeln.
 




Unser nächstes Ziel war Field, eine kleine Stadt, die ihre Existenz einzig und allein dem Eisenbahnbau zu verdanken hat. In Field stehen häufig Eisenbahnen Schlange (da ist es wieder dieses Wort), darauf wartend, nach und nach in den Spiraltunnel einfahren zu dürfen.
 

 
Schließlich legten wir noch einen Halt am Emerald Lake ein, wieder einem wunderschön gelegenen Bergsee. Das Foto ist nicht verkehrt herum eingestellt, hier habe ich lediglich die Spiegelung im Wasser fotografiert.
 

Das ganze Panorama sieht so aus:
 

Auf dem Rückweg hielten wir an der "Natural Bridge", eine Stelle, an der der Fluss sich auf ganz besondere Art einen Weg durch das Gestein gesucht hat. Irre zu sehen, zu hören und wenn man sehr nah dran ist auch zu spüren, welche Kraft Wasser entfalten kann.
 


Ross and Vicky, we took this picture of Mount Dennis. Please ask Xedorsky if he knows a good story why this "rock" is named after him. We are sure, he has a good one!!!



Auf der Weiterfahrt entdeckten wir in der Nähe eines Tümpels ein Tier, dass ich im ersten Moment als Elch identifizierte. Doch leider nein, ich muss also noch weiter suchen, vielleicht kommen wir doch noch nicht nach Hause, denn beim näheren Hinsehen entpuppte sich die vermeintliche Elchkuh als "Hirschkuh" (Frage an meine Lieblinstierärztin: Uta, ist der Ausdruck biologisch korrekt?).


Immerhin, endlich mal haben wir ein "größeres" Tier zu sehen bekommen.

Und auf unserer ganz persönlichen Campingplatz-Bestenliste gibt es nun einen neuen Spitzenreiter: den Kicking Horse Campground. Wir haben einen Stellplatz fast direkt am Wasser gefunden. Das Rauschen des Flusses begleitet uns schon den gesamten Abend. Eben waren wir mit Campingstühlen, Mütze und Decke bewaffnet direkt am Ufer und haben die Sonne hinter einem  der 3000er untergehen sehen.

Hier sind wir auf unserem #1-Stellplatz, durch die Bäume ist ein wenig vom Fluss zu sehen.

 
Karte unserer heutigen Strecke