Dienstag, 18. September 2012

Canmore - can more what?

Unsere erste Nacht in unserer "Bergziege " haben wir hinter uns. Einerseits sehr gemütlich, vor allem ruhig und mit einem ganz klaren Himmel, dessen Sterne zum Greifen nah waren. Andererseits war es richtig richtig kalt. Dass die Vermietstation uns zusätzlich zu den normalen Bettdecken noch zwei Wolldecken und einen Schlafsack mitgegeben hat, hatte also seinen Grund. Die Heizung tat dann ihr übriges, so dass es schnell wieder kuschelig wurde.

Nach einem Frühstück mit Eiern, Speck, Toast und Creamcheese-Bageln (diesmal haben wir den Rauchmelder gleich ausgemacht, denn so unerfahren wir vor zwei Jahren in Sachen Camping noch waren, haben wir damals am ersten Morgen beim Speckbraten Feueralarm ausgelöst, und das um 6.00 h morgens!) haben wir uns bei ganz klarem Wetter auf zum Upper Kananaskis Lake gemacht.

Wir waren die einzigen Besucher und durften dieses wunderschöne Panorama genießen:

 
 
Auf dem Weg zum See haben wir einen Koyoten gesehen, der uns zunächst sehr genau vom Straßenrand aus beobachtet hat. Leider hatte ich die Kamera nicht gleich zur Hand und schwupps, weg war er.
 
Auf dem weiteren Weg hielten wir zunächst im Visitor Center des Peter Lougheed Provincial Parks. Dort erfuhren wir, dass einige Campingplätze schon geschlossen wurden, weil es zu vermehrten Besuchen von Bären gekommen ist. Um diese Jahreszeit fressen sie sich einen Energievorrat für den Winterschlaf an und kommen den Menschen dadurch immer näher. 
 
Ansonsten genossen wir jeden Kilometer auf unserer Strecke wieder zurück nach Norden. Hinter jeder Kurve tauchte ein neues Panorama auf und dank der Chinook-Winde, vergleichbar mit unserer Föhnlage in den Alpen, wurde es angenehm warm und sonnig.
 
Gegen Mittag erreichten wir Canmore, einen der Austragungsorte der Winterolympiade 1988.
 
 
Eine niedliche kleine Stadt mit gemütlichen Cafes, Galerien, Shops und einer lokalen Brauerei namens "The Grizzly Paw". Die Biersorten sind nach der hiesigen Tierwelt benannt und trotz seines seltsamen Biergeschmacks ist auch Dirk hier fündig geworden: ihm schmeckt der "brünstige Hirsch", wohingegen ich den "brummigen Bär" bevorzuge. Wir konnten noch im T-Shirt draußen sitzen, so außerordentlich warm ist es noch; gefühlt wieder mindestens 25°C.
 
Die Nacht verbringen wir auf dem Spring Creek RV Campground am Ortsrand von Canmore. Längst nicht so einsam wie die Nacht zuvor, dafür aber mit Sicht auf die umliegende Bergwelt und mit W-Lan-Anschluss.
 
Die Tierwelt nicht zu vergessen:
 
 
Die berühmten "Bunnies of Canmore" bevölkern den südlichen Teil der Stadt und teilen die Bewohner in bunny lovers oder bunny haters, je nachdem ob man einen Garten besitzt oder nicht. In den 1980'ern hat jemand ein Dutzend Hauskaninchen ausgesetzt, die sich zwischenzeitlich rapide vermehrt haben. Hier auf dem Campingplatz sind sie sehr zutraulich. Und wie das Bild zeigt haben sie offenbar keinerlei Angst auf dem Grill zu landen. Wir - eindeutig bunny lovers - haben draußen eine Salat-Apfel-Möhren-Spur gelegt, doch bislang beäugen sie uns noch vom Nachbarplatz aus. 
 



2 Kommentare:

  1. Hallöchen Ihr Beiden,
    in Canmore sind wir dann in 9 Monaten ja auch, lasst uns noch ein paar "Bärchen" über, aber die schickt Ihr ja jetzt alle in den Winterschlaf.
    Welche NHL Spiele wolltet Ihr Euch eigentlich ansehen, ist ja wirklich Pech mit dem Lockout.
    Tretet den "Clubbonzen" da mal kräftig in den Hintern, ich will NHL sehen.
    Viele Grüße
    Edda, Timon und Christian

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  2. Hallo ihr Lieben!

    Mit Freude und großer Neugierde verfolgen wir eure Urlaubserlebnisse! Wir haben euren Hinflug im Internet verfolgt und ein paar Screenshots von eurer Route gemacht. Der Einkauf im Walmart scheint sehr erfolgreich gewesen zu sein - die Campingstühle sind genial!!!

    Wir hoffen, dass eure Salat-Apfel-Möhren-Spur noch zum Erfolg geführt hat und sich die langohrigen Knuffelhasis bei euch wohl gefühlt haben! ;-)
    (ja, wir sind auch eindeutig bunny lovers!)

    Ganz liebe Grüße
    Laura und David

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